Judaism, Christianity, and Islam in the Course of History: Exchange and Conflicts

Die Medien zeichnen – spätestens seit dem 11. September 2001 – ein eindeutiges Bild: Konflikte beherrschen das Verhältnis zwischen dem Islam und dem Christentum. Auch die Beziehung zwischen Judentum und Islam wird in aller Regel als kämpferische Auseinandersetzung dargestellt. Die Konzentration auf diese Konfliktgeschichte verdeckt aber den Blick auf Zeiten friedlicher Koexistenz sowie Phasen fruchtbaren Austauschs zwischen den drei großen monotheistischen Weltreligionen. Zugleich gerät die Frage nach dem Verhältnis von Juden und Christen in den Hintergrund.

Eine internationale und interdisziplinäre Konferenz, die das Historische Kolleg in Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Ludwig-Maximilians-Universität durchführt, soll den Blick auf die Wechselbeziehungen der drei Religionen schärfen und die aktuelle Diskussion versachlichen. Auf der Konferenz, die großzügig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird, werden Austausch und Konflikt vom Mittelalter bis zur Gegenwart untersucht.



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