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Die Neue Seidenstraße

  • 05. March 2018  |  18:00
  • Bayerische Akademie der Wissenschaften
    Alfons-Goppel-Straße 11
    80539 München
    Plenarsaal, 1. Stock
  • Als Xi Jinping 2012 in China an die Macht gelangte, ergriff er nach der innenpolitischen Absicherung seines Herrschaftsanspruchs auch relativ rasch außenpolitisch die Initiative: und zwar nicht nur durch die Intensivierung der Beziehungen zu den ehemaligen Sowjetrepubliken, sondern vor allem durch die massive Propagierung eines Programms, das im Grunde alle Staaten einbezog, die im Bereich der einstigen Seidenstraße lagen. Das wurde in Europa spätestens dann zum Gegenstand öffentlicher Kritik, als eine volkseigene Großreederei die Anteilsmehrheit am Hafen von Piräus erwarb. Auch in vielen Staaten Asiens herrscht neben der Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung ein latentes Unbehagen, nicht zuletzt deshalb, weil die Kurzatmigkeit der amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik den chinesischen Hegemonie- anspruch zusätzlich begünstigt. Aber geht es nur um Asien und Europa? Nein. Der „Chinesische Traum“ und die „Neue Seidenstraße“ stehen auch für globale Ansprüche. Das gilt vor allem für Afrika, wo in vielen Ländern wertvolle Rohstoffe gewonnen werden. Investierte China bis vor kurzem vor allem in Infrastrukturmaßnahmen – wie den Bau von Eisenbahnstrecken, Hafenanlagen, Staudämmen und Kanälen –, liegt heute das Augenmerk auch auf der langfristigen Absicherung ökonomischer und strategischer Interessen: etwa durch die Errichtung einer Militärbasis in Dschibuti.
  • Öffentliche Veranstaltung
  • Prof. Dr. Thomas O. Höllmann (BAdW/ LMU); Dr. Saskia Hieber (Akademie für Politische Bildung Tutzing); Prof. Dr. Markus Taube (Konfuzius-Institut Metropole Ruhr)
  • Dr. Astrid Freyeisen (Bayerischer Rundfunk)
  • Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich