Die Kommission gibt das Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie (RIA) heraus, ein Grundlagenwerk der Altorientalistik. Sein Einzugsbereich ist das Verbreitungsgebiet der Keilschrift schreibenden altvorderasiatischen Kulturen (Mesopotamien, Nordsyrien, Anatolien) samt ihren Randgebieten vom 3. bis 1. Jahrtausend v. Chr.
Zu den „Realien“ zählen bedeutende Persönlichkeiten, Götter, Orte und Ausgrabungsstätten sowie Sachbegriffe (z. B. Kauf, Opfer, Pferd), die jeweils philologisch und archäologisch bearbeitet werden. Die Artikel sind unter deutschem Stichwort deutsch, englisch oder französisch abgefasst; neben dem Text finden sich Abbildungen, Skizzen und Pläne.
Die Kommission führte daneben mehrere archäologische Ausgrabungen in Vorderasien durch bzw. beteiligte sich daran, so in Isin/Ishan-el-Bachriyat sowie in Assur/Qual’at Shergat, soweit dies noch im Irak möglich war, und danach auf dem Höyük bei Sirkeli in der südlichen Türkei. Sie veröffentlicht die Grabungsberichte in den Abhandlungen der Akademie und in anderen wissenschaftlichen Zeitschriften.

Oben: Detail aus einem Relief im Nordpalast Assurbanipals in Ninive. Rechts: Tontafel mit religiösem Text in Keilschrift (Hymne des Königs Assurbanipal an den Gott Assur), gefunden in Ninive. 7. Jh. v. Chr.