Kommission für Namenforschung

Die Kommission beschäftigte sich mit der wissenschaftlichen Erforschung des uns bekannten oder überlieferten Namengutes (geographische Namen, Ortsnamen, Personennamen) in seiner linguistischen und kulturgeschichtlichen Bedeutung - zugleich im Sinne einer Hilfswissenschaft für Archäologie, Geographie und Geschichte. Ihre spezielle Aufgabe war die Erforschung der auf merowingischen Münzen überlieferten Personennamen. Die Kommission konzentrierte sich dabei auf die Münzen der Bibliothèque Nationale in Paris, bezieht nach Möglichkeit aber auch andere Sammlungen mit ein, um fragliche Lesungen abzusichern. So wird z.B. der Name des Monetars AGNIGISIL, der auf zwei Trienten in Paris nur unvollständig überliefert ist, durch den hier abgebildeten Trienten aus Privatbesitz gesichert.

Die Kommission für Namenforschung wurde am 14. Mai 2004 durch Beschluss der
Philosophisch-historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften aufgelöst.

Merowingischer Triens


Merowingischer Triens (1,221 g Gold, Durchmesser ca. 1 cm) aus VI(N)DOCINO - Vendôme (Loir-et-Cher) des Monetars AGNIGISIL.