Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762–1814) war einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Idealismus und verstand sich als der legitime Nachfolger von Immanuel Kant, dem Begründer der Transzendentalphilosophie. Fichtes "Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre" von 1794/95 gehört zu den bedeutendsten Werken der philosophischen Weltliteratur und ist für die Beschäftigung mit der Theorie der Wissenschaft als solcher unentbehrlich. Seine "Reden an die deutsche Nation" (1807/08) machten ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Die Kommission erarbeitet eine kritische Ausgabe aller Werke, des handschriftlichen Nachlasses und des Briefwechsels von Fichte. Außerdem werden Kollegnachschriften von Hörern Fichtes in einer eigenen Reihe herausgegeben sowie in der Reihe Fichte im Gespräch zeitgenössische Zeugnisse über ihn.
Die Gesamtausgabe erscheint seit 1962. Die Edition der Werke und des Briefwechsels ist abgeschlossen.

Johann Gottlieb Fichte (1762–1814). Büste von Christian Tieck (1776–1851), um 1801/02.