Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters

Aufgabe der Kommission ist die überlieferungsgeschichtliche Erschließung mittelalterlicher Literatur. Die Schriftenreihe Münchener Texte und Untersuchungen macht bislang nicht oder ungenügend erforschte Texte, Stoffe und Gattungen in Editionen und Darstellungen zugänglich.

In Forschungsprojekten werden übergreifende Sachbereiche und Corpora aufgearbeitet: Zentrales Projekt ist gegenwärtig der Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters. Er beschreibt sämtliche mittelalterlichen Handschriften deutscher Sprache, nach Stoffgruppen geordnet, die mit Buchschmuck – Titelminiaturen, Bilderzyklen, historisierten Initialen, nachträglich eingefügten Illustrationen – ausgestattet sind.

Das Projekt zur deutschsprachigen Lieddichtung des Mittelalters gliedert sich in eine Überlieferungsgeschichte und -typologie der bis ca. 1350 entstandenen Lieder, ein Handschriftenverzeichnis und das Rezeptionsphänomen deutscher Strophenkunst in lateinischem Gebrauch.

Das auf drei Bände angelegte Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache beruht auf dem 1986 als Edition abgeschlossenen Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300 und erschließt den Wortschatz der Rechts- und Geschäftssprache auf Grund genau datierter und lokalisierbarer Texte. Es wurde im Herbst 2010 abgeschlossen

Das von der Kommission bearbeitete "Verfasserlexikon: Die deutsche Literatur des Mittelalters" liegt abgeschlossen in 14 Bänden vor.

"Willehalm"-Trilogie, Hessen, 1334: Graf Heinrich erhebt seine Söhne zu Rittern

"Willehalm"-Trilogie, Hessen, 1334: Graf Heinrich erhebt seine Söhne zu Rittern"