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  2. Forschungsvorhaben

Forschungsvorhaben und Einrichtungen

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Fachdisziplin
Epoche
Reihenfolge
Art des Vorhabens
Geldgeber
Projektstatus
  • Erdmessung und Glaziologie

    Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen alpine Gletscher und ihre Rolle im kontinentalen Wasserkreislauf, als Klimaindikatoren und ihre Wechselwirkung mit der festen Erde. Neben langjährigen, intensiven Forschungsarbeiten am Vernagtferner, dem "Hausgletscher" in den Ötztaler Alpen, werden Untersuchungen in verschiedenen Gletscherregionen, z. B. in Island, Norwegen, im Pamir und im Karakorum durchgeführt. Dabei kommen neben klassischen Feldmessungen aus Erdmessung und Glaziologie auch moderne Satellitenverfahren zum Einsatz. Auf der Basis der so gewonnenen Daten werden die Interaktionen der Gletscher mit ihrer Umwelt in Abhängigkeit der klimatischen Veränderungen modelliert. Parallel werden geodätische Arbeiten zur Geodynamik und zu Referenzsystemen als Basis für vielfältige weitere Untersuchungen in den Geowissenschaften durchgeführt.

  • Ernst Troeltsch-Gesamtausgabe

    Das Projekt widmet sich derzeit der Gesamtausgabe der Werke von Ernst Troeltsch, einem klassischen Diagnostiker der modernen Kultur. Sein weit gespanntes Werk hat in unterschiedlichen disziplinären Diskussionszusammenhängen breite Wirksamkeit entfaltet.

  • Faktizität der Welt (Ad-hoc-Arbeitsgruppe)

    Die im Jahre 2017 eingerichtete Ad-hoc-Gruppe „Faktizität der Welt“ greift die gegenwärtige Diskussion über „post-truth politics“ auf. Das oftmals bewusste Leugnen der Realität im politischen Diskurs fordert die Wissenschaft genauso heraus wie der auch nur fahrlässige Umgang mit Wahrheiten. Denn es gehört gerade zu den Aufgaben der Wissenschaft, die Öffentlichkeit über Tatsachen und Zusammenhänge aufzuklären, auf deren Grundlage erst demokratische Entscheidungen zum Wohle der Gesellschaft getroffen werden können. Aber wie kommt überhaupt die Wissenschaft zur Feststellung von Fakten? Welche Autoritäten und Prozesse entscheiden darüber? Und in welchem Verhältnis steht das einmal als „wahr“ Erkannte zur Aufgabe der Wissenschaft, durch das Infragestellen bisheriger Annahmen zum Fortschritt beizutragen? Vor diesem Hintergrund soll die Arbeitsgruppe die Methoden einer kritischen, auf beständige Revision aller Wissensstände bedachten, wahrheitsorientierten Forschung transparent machen und deren Bedeutung für gesellschaftliche Gestaltungs- und Transformationsprozesse durchleuchten. Hierzu sollen der interdisziplinäre Austausch über Verfahren und Methodologie der Erkenntnisgewinnung sowie die öffentliche Selbstreflexion der Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften intensiviert werden. Darüber hinaus sollen Prozesse der Wissenschaftskritik in den Medien, auch in den „social media“, untersucht werden. Die Arbeitsgruppe will sich damit in die öffentliche Debatte über die Bedeutung wissenschaftlichen Wissens, seine Beglaubigung und seine gesellschaftliche Bindekraft einbringen.

  • Forum Ökologie

    Im Forum Ökologie werden aktuelle Fragen im Bereich der Ökologie in Fachtagungen aufgegriffen und interdisziplinär diskutiert, soweit möglich werden Lösungsvorschläge für anstehende Probleme aufgezeigt. Die Tagungen und Berichtsbände, die in der Reihe „Rundgespräche Forum Ökologie“ erscheinen, dienen unter anderem der Beratung von Mitgliedern des Bayerischen Landtags und Mitarbeitern in der Staatsregierung, den Staatsministerien und deren nachgeordneten Behörden.

  • Forum Technologie

    Das Forum Technologie veranstaltet für die interessierte Öffentlichkeit Symposien zu aktuellen, zum Teil auch kontrovers diskutierten, technisch-wissenschaftlichen Fragestellungen und Entwicklungen. Diese Informationsveranstaltungen, zu denen erstrangige Wissenschaftler als Vortragende eingeladen werden, dienen auch einer Verbesserung von Technikakzeptanz und -wertschätzung in der Gesellschaft. Zur Förderung des Nachwuchses in technisch-wissenschaftlichen Fächern wird die Teilnahme von ca. 120 Oberstufenschülern/-innen bayrischer Gymnasien durch Stipendienprogramme unterstützt. Unsere Symposien sind als Lehrerfortbildung anerkannt.

  • Fränkisches Wörterbuch

    Ziel des Projekts ist die vollständige Dokumentation des mundartlichen Wortschatzes in Form einer Datenbank, die im Internet veröffentlicht wird. Das hierzu herangezogene Datenmaterial beruht in erster Linie auf schriftlichen Befragungen, die von 1927 bis 2001 stattfanden. In der Redaktion erfolgt die semantische, grammatikalische und etymologische Bestimmung. Das bisher nur im Original vorliegende Fragebogen-Material wird seit 2004 schrittweise lexikographisch erfasst und ist seit 2013 digitalisiert.

  • Frühbuddhistische Handschriften aus Gandhara

    Im Fokus des Vorhabens steht die Bearbeitung der buddhistischen Handschriftenfunde, die seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts aus dem Nordwesten Pakistans und den benachbarten Regionen Afghanistans bekannt geworden sind. Gandhāra ist der alte Name für dieses Gebiet, das seinen einstigen Reichtum dem Fernhandel auf der Seidenstraße verdankt und bei der Verbreitung des indischen Buddhismus nach Zentral- und Ostasien eine Schlüsselrolle gespielt hat. Die einzelnen Handschriften werden sukzessive ediert, technischer Mittelpunkt des Vorhabens ist eine ständig aktualisierte Datenbank, die alle Informationen sammelt und verknüpft.

  • Frühneuzeitliche Ärztebriefe

    Das Projekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe“ erschließt die Briefe, die von Ärzten des deutschsprachigen Raums zwischen 1500 und 1700 geschrieben oder an diese gerichtet wurden. Diese Briefe sind zu vielen Tausenden in Bibliotheken und Archiven des In- und Auslands überliefert und von großem wissenschafts-, kultur- und alltagsgeschichtlichem Interesse. Das Projekt erfasst diese Briefe erstmals systematisch und stellt eine ausführliche Inhaltsangabe bereit, die Datenbank ist für ForscherInnen aus der ganzen Welt online frei zugänglich.

  • Geodäsie (DGK)

    Die Geodäsie umfasst die Vermessung der Erde und Erfassung ihrer dynamischen Veränderungen global, regional, lokal; die Analyse, Bewertung und Visualisierung der gewonnenen Daten und erfassten Prozesse zusammen mit anderen raumbezogenen Informationen; die Entwicklung von Strategien und Konzepten für nachhaltige räumliche Entwicklungen sowie die Unterstützung von raumbezogenen Entscheidungsprozessen und deren Realisierung. Der Ausschuss Geodäsie der BAdW wurde 1952 unter der Bezeichnung Deutsche Geodätische Kommission (DGK) gegründet und vertritt die universitäre geodätische Forschung und Lehre in Deutschland. Der Ausschuss hat 45 Ordentliche Mitglieder, die Universitätsprofessoren für alle Teilgebiete der Geodäsie sind sowie Korrespondierende Mitglieder und Ständige Gäste. Die DGK gliedert sich in vier forschungsorientierte Abteilungen – Erdmessung, Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik, Land- und Immobilienmanagement – sowie eine Abteilung für wissenschaftliche Lehre. Aufgaben beinhalten die Koordinierung der Forschung auf allen Gebieten der Geodäsie in Deutschland, Beratung, Vertretung in internationalen Gremien und Öffentlichkeitsarbeit.

  • Geowissenschaftliche Hochdruckforschung

    Der Projektbeirat Geowissenschaftliche Hochdruckforschung begleitet die wissenschaftliche Arbeit des Bayerischen Forschungsinstituts für Experimentelle Geochemie und Geophysik (Bayerisches Geoinstitut) der Universität Bayreuth. Sie wirkt bei Berufungen sowie Haushalts- und Strukturfragen beratend mit.