Die Aufgaben der Deutschen Geodätischen Kommission und des Deutschen Geodätischen Forschungsinstituts umfassen:
Die Forschungsarbeiten werden insbesondere durch das der Kommission zugeordnete Deutsche Geodätische Forschungsinstitut (DGFI) ausgeführt. Das langfristig konzipierte Forschungsprogramm des DGFI steht unter dem Titel „Geodätische Forschungsarbeiten zur Beobachtung und Analyse des Systems Erde“ und gliedert sich in vier Schwerpunkte:
Unter „System“ ist ein physikalisch definierter Bereich zu verstehen, der die festen, flüssigen und gasförmigen Elemente innerhalb des Erdkörpers, auf der Erdoberfläche und im erdnahen Außenraum umfasst, die untereinander in ständigen Wechselbeziehungen stehen. Die Geodäsie beschreibt kontinuierlich die Auswirkungen dieser Wechselbeziehungen auf die Oberflächengestalt (z.B. Deformationen), das Schwerefeld (z.B. Potenzialänderungen) und die räumliche Orientierung (Rotationsschwankungen) der Erde mit hoher Genauigkeit. Sie schafft damit Grundlagen für die aktuellen Anforderungen der präzisen zeitabhängigen Positionierung und Navigation, der Landesvermessung und Geoinformation, der Validierung geophysikalischer Modelle, z.B. für die Geodynamik und den globalen Wandel, sowie für zahlreiche weitere Bereiche in Wissenschaft und Praxis.
Das DGFI beteiligt sich bei der Durchführung der Arbeiten intensiv an internationalen Diensten und betreibt Informationssysteme im Internet. Neben den Forschungsarbeiten im DGFI bearbeitet die Kommission bestimmte Schwerpunktthemen über ihre Arbeitskreise.
Änderungen des Meeresspiegels in zwei aufeinander folgenden Perioden, abgeleitet aus Messungen der Satellitenaltimetrie, zeigen große geographische und zeitliche Variationen.