Die Kommission stellt auf ihrer Website ein Verzeichnis von Quellenschriften aus dem Bereich des mittelalterlichen deutschen Reiches in aktueller Form bereit: die "Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters". Hier findet man die Daten zur Überlieferung der erzählenden Quellen, zu den modernen Ausgaben dieser Werke und zur Forschungsliteratur.
Die "Geschichtsquellen" setzen das Repertorium Fontium Historiae Medii Aevi fort, einen Wegweiser zu den europäischen mittelalterlichen Geschichtsquellen, an dessen Erstellung die Kommission seit 1954 beteiligt ist. Das Repertorium entstand von 1954 bis 2007 in internationaler Zusammenarbeit in Rom und liegt in 11 Bänden vor.

Die Welt-Chronik des Bischofs Otto von Freising, eine der bedeutendsten Geschichtsdeutungen aus dem Mittelalter, wurde Kaiser Friedrich Barbarossa 1157 in einem Widmungsexemplar überreicht. Eine illustrierte Fassung liegt in einer Jenaer Handschrift vor (hier: Vertreibung und Tod Papst Gregors VII. im Exil 1085). Die Literatur zum Illustrationszyklus wird über die „Geschichtsquellen“ greifbar sein.