Die Kommission für zentral- und ostasiatische Studien erforscht die Sprachen und Kulturen der in den namengebenden Regionen ansässigen Völker unter historischer Perspektive.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt derzeit auf der Erstellung des Wörterbuches der tibetischen Schriftsprache. Es ist als umfassendes Nachschlagewerk angelegt: Die Wörter werden mit Zitaten aus Originaltexten dokumentiert, wobei die Belegstellen zugleich in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht werden. Dabei werden die wichtigsten Gattungen der einheimischen Literatur, Texte der Bon-Religion und buddhistische Werke, die aus indischen Sprachen in Tibetische übersetzt sind, gleichermaßen berücksichtigt.
Die Sammlung der Wortbelege wurde weitgehend abgeschlossen. Das Werk ist auf mehrere Bände angelegt. Die erste Lieferung erschien 2005, weitere folgen seitdem in halbjährlichem Abstand.

Tibetische Handschrift aus Mustang/Nepal zur Hippiatrie. Undatiert, ca. Ende 18. Jh.: Pferd, das von einer „Wasserratte“ (chu byi) gebissen wurde.