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Chronik der Akademie

18. Jahrhundert

1720

Seit Beginn des 18. Jahrhunderts gab es in Bayern Bemühungen, Anschluss an die europäische Akademiebewegung zu erlangen. Die 1720 gegründete „Academia Carola Albertina“, eine frühe Vorläuferin der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, existierte allerdings nicht lange.

Titelseite des Parnassus boicus
Titelseite des Parnassus boicus

1722

Ein weiterer Vorläufer der Bayerischen Akademie der Wissenschaften war die 1722 gegründete Gesellschaft „Parnassus Boicus oder neu-eröffneter Musenberg“. In ihr waren gelehrte Laien und Geistliche, in erster Linie Ordensleute der Augustiner-Chorherren und Augustiner-Eremiten, versammelt. Ihr aufgeklärter Katholizismus weltlicher Prägung gab der bayerischen Akademiebewegung ihre speziellen Wurzeln. Das Organ der Gesellschaft war die gleichnamige Zeitschrift, von der bis 1740 fünf Bände erschienen. Ihr Zweck war die Erforschung der Natur und die Förderung der bayerischen Geschichtskunde.

Der „Parnassus Boicus“ erschien kriegsbedingt 1740 zum letzten Mal. Eine Institution, die den Gedanken kritischer Natur- und Geschichtsforschung hätte weitertragen können, existierte danach zunächst nicht mehr.

Auf den "Parnassus Boicus" nahm auch die Gründungsurkunde der Akademie von 1759 ausdrücklich Bezug.

Johann Georg von Lori, 1758
Johann Georg von Lori, 1758

1758

Um die Kontinuität des neuen Wissenschaftsverständnisses in Bayern zu sichern, gründete der Hofrat am Münz- und Bergkollegium in München, Johann Georg von Lori (1723–1787), am 12.10.1758 die „Bayerische Gelehrte Gesellschaft“ in der Nachfolge des Parnassus Boicus.

Ziel war von Anfang an die Erhebung der Gesellschaft in den Rang einer kurfürstlichen Akademie, die der Forschung und dem wissenschaftlichen Fortschritt dienen sollte.

Haus Linpruns in der Burgstraße 5, München
Haus Linpruns in der Burgstraße 5, München

1758

Neben Johann Georg von Lori waren der kurfürstliche Münz- und Bergrat Dominicus von Linprun und der Kommerzienrat Franz Xaver Stubenrauch unter den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft. Lori entwarf „Gesetze“, die bereits deutlich die Struktur einer Akademie erkennen lassen.

Erster Präsident der Gesellschaft wurde der Vorsitzende des Münz- und Bergwerkskollegiums (und damit Vorgesetzte Loris), Sigmund Graf von und zu Haimhausen, der Dank seiner guten Verbindungen zum Hof den Weg zum Kurfürsten ebnete.

Kurfürst Max III. Joseph (1727-1777)
Kurfürst Max III. Joseph (1727-1777)

1759

Der von Kurfürst Max III. Joseph unterzeichnete Stiftungsbrief der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist auf den 28. März 1759 datiert, seinen Geburtstag. Die Statuten der Akademie bestätigte er am 25. Juni 1759. Finanziert wurde die Akademie vorerst aus den Steuereinnahmen des Kalenderwesens.

Mit der Gründung erhielt die Residenzstadt München erstmals eine vom Landesherrn finanzierte große staatliche Wissenschaftseinrichtung. Die Universität befand sich zu dieser Zeit noch in Ingolstadt.

Gedenkmedaillle geprägt anlässlich der Gründung der Akademie im Jahr 1759
Gedenkmedaillle geprägt anlässlich der Gründung der Akademie im Jahr 1759

1759

Von Anfang an wählte die Akademie ihre Mitglieder ohne Ansehen von Religion oder Nationalität. Die Aufnahme erfolgte damals durch Einreichung und Annahme einer Abhandlung. Unter den 88 Mitgliedern des Gründungsjahres waren 19 Protestanten – zu einer Zeit, als in München kein Protestant das Bürgerrecht erhalten konnte.

Die Mitglieder teilten sich in zwei Klassen, eine historische und eine philosophische Klasse (heute sind es vier Sektionen). Erstere hatte die Aufgabe, Urkunden, Briefe, Aufschriften und Altertümer zu erheben, zu sammeln und kritisch zu bearbeiten. Darüber hinaus sollte sie sich der Geschichte Bayerns widmen und Wörterbücher erstellen.

Aufgabe der zweiten Klasse sollte es sein, die Natur zu erforschen, im In- und Ausland Naturalien zu sammeln und chemisch zu untersuchen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfindungen zum Nutzen von Landwirtschaft, Handwerk, Berg- und Hüttenwesen zu verbreiten. Weitere Aufgaben waren die Unterbreitung von Vorschlägen zur Landesvermessung, astronomische Beobachtungen, die Anwendung meteorologischer Methoden zur Erforschung der Natur, der Wasserwirtschaft und des Kalenderwesen sowie statistische Aufgaben.

1760

In den Anfangsjahren verfügte die Akademie nicht über eigenen Räumlichkeiten und tagte zunächst in der Burggasse 5, dann in der Wohnung des Präsidenten Haimhausen, später in einigen Zimmern neben der Hofbibliothek.

Der erste feste Sitz der Akademie befand sich ab 1760 in der Nähe des Schwabinger Stadttores, in einem Fuggerschen Besitz zwischen Theatiner- und Faulhaberstraße (heutige „Fünf Höfe“).

1761

Am 6. Juni luden die Mitglieder in die akademieeigene Sternwarte am sogenannten Rockerl im Bereich des heutigen Geländes der Obersten Baubehörde ein: Sie beobachteten den Durchgang der Venus durch die Sonne - ein äußerst seltenes Ereignis. Die vielbeachtete, öffentliche Vorführung rückte die Forschungsaktivitäten der Akademie erstmals sichtbar ins Bewusstsein der Münchner Bevölkerung. 

Cover der Monumenta Boica, 1763
Cover der Monumenta Boica, 1763

1763

Die Sammlung und Edition altbayerischer Urkunden unter dem Titel „Monumenta Boica“  begründete den besonderen historischen Schwerpunkt der Akademie und Münchens als Zentrum historischer Forschung in Deutschland. Der erste Band erschient 1763, insgesamt umfasste die Sammlung heute rund 100 umfangreiche Bände.

Cover des ersten Bandes der Abhandlungen von 1779
Cover des ersten Bandes der Abhandlungen von 1779

1779

Neben der historischen und der philosophischen Klasse richtete die Akademie 1779 eine belletristische Klasse ein, die sich mit Literatur, Theater, Sprache und den schönen Künsten befasste. 1785 wird sie unter Kurfürst Karl Theodor bereits wieder geschlossen: Einige ihrer Mitglieder standen im Verdacht, dem 1785 verbotenen Illuminatenorden anzugehören.

Messdaten vom Hohenpeißenberg, 16. bis 30. Juni 1794
Messdaten vom Hohenpeißenberg, 16. bis 30. Juni 1794

1781

Bereits 1759 begonnen an der Akademie systematische Wetterbeobachtungen. Sie wurden ab 1781 auf dem Hohenpeißenberg südwestlich von München fortgesetzt und auch publiziert. Erst 1934 wurde die Landeswetterwarte in den neu gegründeten Reichswetterdienst integriert, heute wird sie vom Deutschen Wetterdienst betrieben.

Die Messreihe vom Hohenpeißenberg zählt zu den längsten und homogensten Reihen in Europa. Sie hat weltweilt für die Wetter- und Klimaforschung einen besonderen Stellenwert.

Gemälde der Akademie von Heinrich Adam, ca. 1830
Gemälde der Akademie von Heinrich Adam, ca. 1830

1783

Die Akademie zog in das so genannte „Wilhelminum” um, das weitläufige Kollegiengebäude des aufgelösten Jesuitenordens an der Neuhauser Straße. Hier war sie bis zum Zweiten Weltkrieg beheimatet.

Wahlurne der BAdW
Wahlurne der BAdW

1786

Am 21. März wandten die Mitglieder der Akademie als Verfahren zur jährlichen Zuwahl erstmals die Kugelung, auch Ballotage genannt, an.

Die Kugelung ist eine effektive, geheime Abstimmung mit weißen und schwarzen Holzkugeln. Die anwesenden Stimmberechtigten geben mit einer weißen Kugel eine Ja- und mit der schwarzen Kugel eine Neinstimme ab. Mit diesem Verfahren wählt die Akademie bis heute ihre Mitglieder.

19. Jahrhundert

1800

Gründung des „Topographischen Bureaus“ zur Vermessung des Landes. Die Akademie besaß keine institutionell verankerten Befugnisse, war aber durch mehrere Akademiemitglieder (Brander, Riedl, Schiegg und andere) maßgeblich beteiligt.

1802

Die Philosophische Klasse benannte sich um in „Physikalische“ Klasse.

Die Verfassung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von 1807
Die Verfassung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von 1807

1807

Unter der Regentschaft von Maximilian I. Joseph (1806-1825) wurde die Akademie von einer freien Gelehrteneinrichtung zu einer staatlichen Zentralanstalt mit neuer Verfassung und hauptberuflich tätigen, fest besoldeten Staatsbeamten. Sie wurde dem Innenministerium direkt unterstellt.

1807

Die wissenschaftlichen Sammlungen und Anstalten des Staates Bayern wurden als so genannte Attribute an die Akademie angegliedert. Dies betraf unter anderem die Zentralbibliothek, das Naturalienkabinett, das chemische Laboratorium, Münzkabinett und Antiquarium, die Sternwarte in Bogenhausen, den Botanischen Garten und das Anatomische Theater. Ebenso fiel der Akademie das Vermögen der aufgelösten Mannheimer Akademie zu.

Joseph Baader (1763-1835)
Joseph Baader (1763-1835)

1807

Joseph von Baader wurde der erste Konservator des Polytechnischen Kabinetts der Akademie und übte sein Amt bis 1817 aus.

1807

Gründung der Kommission zur Untersuchung vaterländischer Altertümer, die bis 1827 bestand.

Friedrich von Schlichtegroll (1765-1822)
Friedrich von Schlichtegroll (1765-1822)

1812

Präsident Friedrich Heinrich Jacobi trat nach Streitigkeiten mit Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775-1854) vom Amt zurück, die Leitung der Akademie lag bis 1822 in den Händen des Generalsekretärs Friedrich von Schlichtegroll (1765-1822).

Die Kgl. Sternwarte zu Bogenhausen nach einer Lithographie von C. Lebschée aus dem Jahr 1830.
Die Kgl. Sternwarte zu Bogenhausen nach einer Lithographie von C. Lebschée aus dem Jahr 1830.

1816

Bau der Sternwarte Bogenhausen, die am 4. Januar 1818 ihren Betrieb aufnahm. Erster Direktor war Johann Georg von Soldner.

Andreas Schmeller (1785-1852)
Andreas Schmeller (1785-1852)

1816

Mit der Begründung des Bayerischen Wörterbuchs durch Andreas Schmeller begann ein bis heute andauerndes Forschungsprojekt, aus dem das erste philologisch fundierte deutschsprachige Wörterbuch hervorging.

Präzisionsmessinstrument von Georg von Reichenbach
Präzisionsmessinstrument von Georg von Reichenbach

1817

Dieses Jahrzehnt stellte einen Höhepunkt wissenschaftlicher Forschungsleistungen dar. Zu nennen sind die Entwicklung der optischen Präzisionsinstrumente durch Joseph von Fraunhofer, der Wassersäulenmaschine durch Georg von Reichenbach oder des galvanischen Telegraphen durch Samuel Thomas von Sömmering. 

Vogelteich am Rio Sao Francisco, 1817
Vogelteich am Rio Sao Francisco, 1817

1817

Die beiden Akademiemitglieder Johann Baptist Spix und Karl Friedrich von Martius brachen zu einer Forschungsexpedition nach Brasilien auf, von der sie 1820 eine Vielzahl an Pflanzen für den Botanischen Garten in München mitbrachten.

1819

Die große Quellensammlung zum deutschen Mittelalter, die Monumenta Germaniae Historica (MGH), wurde unter der Leitung des Historikers Georg Heinrich Pertz (1795-1876) von der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde begonnen. Ihre Editionen waren ausschlaggebend für die Weltgeltung der deutschen Mediävistik. 

1826

1826 zieht die bayerische Landesuniversität von Landshut nach München um. Damit steht der Akademie an ihrem Sitz ein viel stärkeres Gelehrtenpotential zur Verfügung als jemals in der Epoche ihrer Gründung. Die Wissenschaft professionalisiert sich dadurch zunehmend. 

Friedrich Wilhelm Schelling (1775-1854)
Friedrich Wilhelm Schelling (1775-1854)

1827

Unter König Ludwig I. (1786-1868) kehrte die Akademie zu ihrer ursprünglichen Bestimmung als freie Gelehrtengemeinschaft und Forschungsreinrichtung zurück. Ihre Mitglieder wurden vom Staatsdienst entbunden. Die Attribute wurden wieder ausgegliedert und teils einem neu geschaffenen Generalkonservatorium unterstellt, dessen Vorsitz der Akademiepräsident bis 1936 in Personalunion innehatte, teils mit den Lehrsammlungen der Universität vereint. 

König Ludwig I. ernannte Friedrich Wilhelm Schelling zum Präsidenten der Akademie.

1827

Das polytechnische Kabinett, ein ehemaliges Attribut der Akademie, wurde in ein „Polytechnisches Zentralinstitut“ umgewandelt, aus dem die Technische Hochschule und damit die heutige Technische Universität hervorging.

1841

König Ludwig I. reglementierte die Akademie und behielt sich die Ernennung des Präsidenten und von sechs Mitgliedern in jeder Klasse vor. Dies stellte einen massiven Eingriff in die Selbstverwaltung der Akademie dar. 

1843

Die paläontologische Staatssammlung wurde durch die Zusammenlegung der Sammlungen der Akademie und der Universität gegründet.

Friedrich Wilhelm von Thiersch (1784-1860)
Friedrich Wilhelm von Thiersch (1784-1860)

1848

Maximilian II. bestieg den Thron. Die Akademie und ihr neuer Präsident Friedrich Wilhelm von Thiersch verlangten vom neuen König die Rücknahme der Eingriffsrechte in die Selbstverwaltung der Akademie.

1849

Die Akademie erlangte das freie Wahlrecht ihrer Mitglieder zurück.

1849

Maximilian II. gründete die naturwissenschaftlich-technische Kommission.

Statut der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 26.11.1858
Statut der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 26.11.1858

1858

Maximilian II. stiftete die bis heute bestehende Historische Kommission  bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die auf eine Fülle grundlegender, von ihr betreuter Quelleneditionen zurückblickt.

Justus von Liebig (1803-1873)
Justus von Liebig (1803-1873)

1859

Der aus Gießen stammende Justus von Liebig wurde Präsident der Akademie und trug durch seine öffentlichen Abendvorlesungen im Liebig’schen Hörsaal zur Popularisierung wissenschaftlicher Forschungsleistungen bei.

1860

Im Jahr 1860 wurden erstmals die „Sitzungsberichte“ veröffentlicht, die bis heute regelmäßig erscheinen. 

Gründungsurkunde der Bayerischen Kommission für die Internationale Erdmessung
Gründungsurkunde der Bayerischen Kommission für die Internationale Erdmessung

1868

Die Bayerische Kommission für Internationale Erdmessung wurde errichtet. Die Initiative dazu stammte von dem preußischen Offizier und Geodäten Johann Jakob Baeyer (1794-1885). Wichtige Vertreter der Geodäten waren: Carl Maximilian von Bauernfeind (seit 1865 Akademie-Mitglied), der Mathematiker Ludwig von Seidel und der Physiker Philipp von Jolly (1809-1884). 1885 wurde sie zum internationalen bis heute bestehenden Erdmessungsprojekt erweitert. 

Ignaz von Döllinger (1799-1890)
Ignaz von Döllinger (1799-1890)

1873

Während der Präsidentschaft des Theologen Ignaz von Döllinger (1873-1890) breitete sich privates Mäzenatentum in der Akademie aus. Den Beginn bildete die Liebig-Stiftung. Bereits 1914 deckten private Stiftungen die Hälfte des jährlichen Finanzbedarfs. Sie ermöglichten die Durchführung großer Projekte, wie die archäologischen Ausgrabungen Adolf Furtwänglers in Ägina oder die Verlegung des Botanischen Gartens nach Nymphenburg im Jahr 1912.  

Therese von Bayern (1840-1925)
Therese von Bayern (1840-1925)

1892

Prinzessin Therese von Bayern wurde während der Präsidentschaft Max von Pettenkofers (1890-1899) zum ersten und bis heute einzigen weiblichen Ehrenmitglied der Akademie ernannt. Nach einigen Kontroversen über die generelle Zulassung weiblicher Mitglieder wurde sie in Anerkennung ihrer Forschungen in Anthropologie, Zoologie und Botanik aufgenommen. 

Die Zettelkästen des Thesaurus Linguae Latinae
Die Zettelkästen des Thesaurus Linguae Latinae

1893

Mit der Kommission für die Herausgabe des Thesaurus linguae Latinae wurde das erste geisteswissenschaftliche Großprojekt der Akademie im internationalen Verbund mit den Akademien in Berlin, Göttingen, Leipzig, München und Wien begründet. Die zentrale Redaktion wurde 1899 bei der BAdW angesiedelt und wird seit 1949 von mehr als 30 in- und ausländischen Akademien und gelehrten Gesellschaften getragen.

1893

Mit der Gründung des so genannten „Cartells“ wurde die bis dahin informelle Zusammenarbeit aller deutschen Akademien (Göttingen, Leipzig, München und Wien) institutionalisiert. Die Akademie in Berlin schloss sich 1906, die Heidelberger Akademie 1909/11 an. 

20. Jahrhundert

1900

Die Kommission für die Herausgabe des Corpus der griechischen Urkunden des Mittelalters und der neueren Zeit wurde gegründet. 

Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923)
Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923)

1901

Wilhelm Conrad Röntgen, der Entdecker der nach ihm benannten Strahlen, erhielt den ersten Nobelpreis für Physik und war damit gleichzeitig auch der erste Nobelpreisträger der Akademie.

1906

Die Kommission für die Herausgabe der Bibliothekskataloge des Mittelalters wurde gegründet und fungierte ab 1932/33 als Kommission für die Herausgabe der mittelalterlichen Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz.

Karl Theodor von Heigel (1842-1905)
Karl Theodor von Heigel (1842-1905)

1909

150. Jubiläum der Akademie mit einem Festvortrag des Historikers Karl Theodor von Heigel im Festsaal des Wilhelminums in Anwesenheit des Prinzregenten Luitpold.

Mundartkarte "Marienkäfer" aus dem Bayerischen Wörterbuch
Mundartkarte "Marienkäfer" aus dem Bayerischen Wörterbuch

1911

Die Kommission zur Schaffung bayerischer Wörterbücher und für die Erforschung der bayerischen Mundarten wurde gegründet. Seit 1942 heißt sie Kommission für Mundartforschung und bearbeitet ein bayerisches, ein ostfränkisches und ein rheinpfälzisches Wörterbuch. 

Medaille Bene Merenti
Medaille Bene Merenti

1911

Die Verdienstmedaille der Akademie „Bene Merenti“ wurde von Theodor von Gosen (1873-1943), Professor an der Kunstakademie in Breslau, geschaffen. Sie existiert in zwei Fassungen: eine kleinere in Gold und eine größere in Silber oder Bronze. Am häufigsten wird die silberne Medaille verliehen. Die Auszeichnung in Gold ist fast immer Staatsmännern vorbehalten.

Erste Ausgabe des Jahrbuchs von 1912
Erste Ausgabe des Jahrbuchs von 1912

1912

Die erste Ausgabe des Jahrbuchs der BAdW erschien. Anfangs berichteten die Jahrbücher vor allem über breite Sammeltätigkeit und umfassende Vorarbeiten. Inzwischen hat sich der Akzent in Richtung Rechenschaftsbericht verschoben, der die Effizienz des Unternehmens an den erreichten Zielen misst. 

Gedenkstein für Karl von Goebel
Gedenkstein für Karl von Goebel

1912

Eröffnung des Botanischen Gartens, einer Schöpfung des Geheimrates und Akademiemitglieds Professor Dr. Karl von Goebel. 

Karl Theodor Ritter von Heigel (1904-1915)
Karl Theodor Ritter von Heigel (1904-1915)

1912

Unter Präsident Karl Theodor Ritter von Heigel (1904-1915) wurde die Kommission für die Sammlung und Bearbeitung von Soldatenliedern eingerichtet, die ihre Arbeit 1925 beendete. Außerdem nahm die Kommission für die Herausgabe einer Encyklopädie der mathematischen Wissenschaften, die bis 1949 Bestand hatte, ihre Arbeit auf. 

1914

Die Kommission für den geplanten Apparatus criticus zum Koran nahm ihre Tätigkeit auf, die sie bis ins Jahr 1950 weiterführte.

Glockenkrater mit Darstellung einer Töpferwerkstatt, 5. Jahrhundert v. Chr., Oxford Ashmolean Museum
Glockenkrater mit Darstellung einer Töpferwerkstatt, 5. Jahrhundert v. Chr., Oxford Ashmolean Museum

1921

Die bis heute bestehende Kommission für das Corpus Vasorum Antiquorum wurde während der Präsidentschaft von Hugo Ritter von Seeliger (1919-1923) gegründet.

1923

Die Inflation entwertete nahezu alle Stiftungsmittel der Akademie. Durch den Verlust ihres Vermögens kamen auch die Stellung von Preisaufgaben oder die Finanzierung von Forschungsreisen praktisch zum Erliegen. 

Hugo Ritter von Seeliger (1919–1923)
Hugo Ritter von Seeliger (1919–1923)

1923

Präsident Ritter von Seeliger legte die Philosophisch-philologische Klasse und die Historische Klasse zur Philosophisch-historischen Klasse zusammen.

1927

Durch eine Verordnung des bayerischen Gesamtministeriums wurde die Kommission für bayerische Landesgeschichte mit dem Institut für Volkskunde gegründet.

Albert Einstein an der Akademie in Heidelberg
Albert Einstein an der Akademie in Heidelberg

1933

Im April ließ Albert Einstein, durchaus forciert von der Akademie, seine korrespondierende Mitgliedschaft streichen. Das Protokoll der Philosophisch-historischen Abteilung vermerkt dazu nüchtern: „Das korrespondierende Mitglied der II. Abteilung Herr Einstein ist aus der Akademie ausgeschieden.“

1933

Unter Berufung auf das am 7. April erlassene „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurden die jüdischen Mitarbeiter der Akademie beziehungsweise ihrer Kommissionen entlassen. 

Präsident Leopold Wenger (1932–1935)
Präsident Leopold Wenger (1932–1935)

1935

Unter Präsident Leopold Wenger wurde die Kommission für die Herausgabe der Werke von Johannes Kepler gegründet. 

Präsident Karl Alexander von Müller (1882-1964)
Präsident Karl Alexander von Müller (1882-1964)

1936

Der Historiker Karl Alexander von Müller wurde am 2. März von Reichskultusminister Bernhard Rust zum Präsidenten ernannt.

1936

Die endgültige Trennung der wissenschaftlichen Sammlungen von der Akademie war aus Kosten- und Verwaltungsgründen wiederholt im Gespräch, wurde aber erst 1936 vollzogen. Der Biologe Max Dingler (1883-1961), nichtbeamteter Professor für Biologie in Gießen und Mitglied der NSDAP, wurde kommissarischer Generaldirektor der „Staatlichen Sammlungen für Naturkunde“. 1945 wurde Dingler seines Amtes enthoben. Überlegungen, die Sammlungen wieder an die Akademie anzugliedern, wurden nicht mehr realisiert. 

1938

Die jüdischen Mitglieder Lucian Scherman (1864-1946), Alfred Pringsheim (1850-1941), Richard Willstätter (1872-1942) und Heinrich Liebmann (1874-1939) wurden aus der Akademie ausgeschlossen.

„Freiwillig“ traten aus:
Ordentliche Mitglieder: Johannes Sieveking (1869-1942), Karl Walter Brecht (1876-1950)

Korrespondierende Mitglieder: Eduard Norden (1868-1941), Otto Hintze (1861-1941), Ernst Bernheim (1850-1942), Kurt Hensel (1861-1941), Georg Bredig (1868-1944), Medea Norsa (1876-1952).

Die „nichtarischen“ korrespondierenden Mitglieder, die im Ausland lebten, wurden ab 1941 einfach aus den Listen getilgt, ohne darüber informiert zu werden.

In der Akademie verblieben trotz jüdischer Vorfahren: Max Förster, Erich von Drygalski und Rudolf Pfeiffer.
Die nach Kriegsende noch lebenden Mitglieder Walter Brecht, Kazimierz Fajans und Rudolf Pfeiffer wurden 1945 wieder in ihre Rechte eingesetzt.

1939

Gründung der Kommission für das Corpus der vorgeschichtlichen Ringwälle Süddeutschlands, die bis 1952 existiert.

1939

Das Reichswissenschaftsministerium erließ am 12. Juli eine neue Satzung. Dabei wurde vor allem in das Wahlrecht der Akademie eingegriffen: Der Akademiepräsident wurde bereits seit 1936 nicht mehr gewählt, sondern vom Reichsminister ernannt. Mit der neuen Satzung wurde auch die Kugelung als Wahlverfahren abgeschafft, seit 1940 wurde nach einer Liste zugewählt.

1939

Gründung der Kommission für die Herausgabe eines mittellateinischen Wörterbuches.

1940

In der Wahlsitzung der Akademie wurden auf Druck des bayerischen Kultusministeriums sechs nicht von den beiden Klassen vorgeschlagene Kandidaten gewählt: Walther Wüst, der zuvor in der Wahlsitzung der Philosophisch-historischen Abteilung abgelehnt worden war, Lutz Pistor (Rektor der Technischen Hochschule), der Philologe Franz Dirlmeier, die Botaniker Friedrich Boas und Friedrich von Faber sowie der Physiker Rudolf Tomaschek.
Dazu heißt es im Protokoll der Gesamtsitzung vom 1. Juni, die Akademie beschließe „dem Wunsche des Herrn Staatsministers Folge zu leisten“ und die „Wahl über diese Ergänzungsliste ohne besondere wissenschaftliche Prüfung im Einzelnen en bloc in der Gesamtakademie vorzunehmen“.

1940

Gründung der Kommission für das Corpus philosophorum medii aevi, die bis 1954 existiert.

Präsident Mariano San Nicoló
Präsident Mariano San Nicoló

1944

Mariano San Nicoló wurde am 26. November zum Präsidenten gewählt.

Zerstörtes Akademiegebäude an der Neuhauser Straße
Zerstörtes Akademiegebäude an der Neuhauser Straße

1944

Das Akademiegebäude an der Neuhauser Straße in München wurde durch einen Bombenangriff in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1944 bis auf die Grundmauern zerstört. Die Arbeit der Akademie kam völlig zum Erliegen. 

1945

Nach von der Akademie eingeleiteten internen Untersuchungen kam Karl Alexander von Müller seinem Ausschluss aus der Akademie am 23. September durch seinen „freiwilligen“ Austritt zuvor. Sein Amt als Sekretär der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften legte Müller im Dezember 1945 nieder, ein halbes Jahr darauf verließ er auch die Kommission. 

1946

Am 25. Juli genehmigte die Militärregierung die uneingeschränkte Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Tätigkeit der Akademie und einer Reihe ihrer Kommissionen. 

Provisorisches Domizil der Akademie in der Maria-Josepha-Straße 11, München
Provisorisches Domizil der Akademie in der Maria-Josepha-Straße 11, München

1946

Nach der Entnazifizierung bezog die Akademie unter Präsident Walther Meißner ihr provisorisches Domizil in der Maria-Josepha-Straße 11 in München. Ein großes Problem stellte die vorherrschende Papierknappheit dar, die die Forschungsarbeiten behinderte. 

Ausweichstelle Kloster Scheyern des Thesaurus Linguae Latinae
Ausweichstelle Kloster Scheyern des Thesaurus Linguae Latinae

1946

Der Thesaurus linguae Latinae nahm seine Forschungsarbeit in den Ausweichstellen Kloster Scheyern und Icking wieder auf, da die Räumlichkeiten in München vollständig zerstört waren.

Keilschrifttext: Klage einer Göttin, altbabylonisch (ca. 18./17. Jhd. v. Chr.), Herkunft: Sippar? Alle Bruchstücke werden im Vorderasiatischen Museum in Berlin aufbewahrt.
Keilschrifttext: Klage einer Göttin, altbabylonisch (ca. 18./17. Jhd. v. Chr.), Herkunft: Sippar? Alle Bruchstücke werden im Vorderasiatischen Museum in Berlin aufbewahrt.

1946

Einrichtung der Kommission für Keilschriftforschung und Vorderasiatische Archäologie, die sich unter anderem um einheitliche sachliche und formelle Gesichtspunkte für die Erschließung von Keilschrifttexten bemüht. Seit dem Jahr 1993 war sie als Kommission für Keilschriftforschung und Vorderasiatische Philologie tätig.

Mischkühler-Einheit des Kernentmagnetisierungskryostaten „Millimühle 2“ des Walther-Meißner-Instituts.
Mischkühler-Einheit des Kernentmagnetisierungskryostaten „Millimühle 2“ des Walther-Meißner-Instituts.

1946

Die Kommission für Tieftemperaturforschung wurde auf Anregung des Akademiemitglieds Klaus Clusius (1903-1963), Professor für Physikalische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und von Walther Meißner (1882-1974), Professor für Technische Physik an der Technischen Hochschule Münchens und 1946-1950 Präsident der BAdW gegründet.
Sie betreibt das Walther-Meißner Institut für Tieftemperaturforschung, dessen Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen der Supraleitung, Isotopentrennung und magnetische Eigenschaften der Materie liegen.

1946

Die erste Jahressitzung nach dem Zweiten Weltkrieg fand im Saal des Theaters am Brunnenhof statt.

1948

Gründung der Kommission für Namenforschung (vor 1962 Kommission für Ortsnamenforschung).

1948

Gründung der Kommission für Sprachpflege, die bis 1971 an der Erneuerung der Rechtschreibung mitarbeitete und den Wortschatz der Gegenwartssprache sammelte. Sie war in Fragen der Gegenwartssprache und Sprachgeschichte beratend für Behörden und Schulen tätig.

Beginn des Bassus von Lassos Motette Sancta Maria, omnes Sancti Die in einem zeitgenössischen Druck (Bayerische Staatsbibliothek, 4 Mus.pr. 133/3).
Beginn des Bassus von Lassos Motette Sancta Maria, omnes Sancti Die in einem zeitgenössischen Druck (Bayerische Staatsbibliothek, 4 Mus.pr. 133/3).

1949

Gründung der Musikhistorischen Kommission, die zwei große Projekte betreute. Zum einen erschloss sie die Handschriften und Drucke des Münchner Hofkomponisten Orlando di Lasso in einer vielbändigen Gesamtausgabe einschließlich eines umfassenden Werkverzeichnisses. Des Weiteren erstellte sie das „Lexicon musicum Latinum medii aevi“, das die musikalische Terminologie vom 9. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts behandelt.

1949

Bis 1955 schieden die Prähistorische, die Ägyptische und die Münzsammlung sowie die Museen für Völkerkunde und für Abgüsse klassischer Bildwerke aus der Akademie aus, die naturwissenschaftlichen Sammlungen wurden der Generaldirektion der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns unterstellt.

1950

Gründung der Deutschen Geodätischen Kommission. Sie betreibt das Deutsche Geodätische Forschungsinstitut, das bei internationalen Erdmessungsarbeiten mitwirkt und die deutsche Geodäsie bei internationalen Tagungen vertritt.

1950

Gründung der Kommission für die Herausgabe der Deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Münchener Abteilung.

Logo der „Gesellschaft der Freunde der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“
Logo der „Gesellschaft der Freunde der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“

1950

Die neue „Gesellschaft der Freunde der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“ sollte die angespannte finanzielle Lage der Akademie entspannen und helfen, ihr die zur Durchführung ihrer vielseitigen Aufgaben fehlenden Mittel wenigstens teilweise zu verschaffen.

1950

Gründung der Kommission zur Herausgabe der Gesammelten mathematischen Schriften von C. Caratheodory, die bis 1957 besteht.

1950

Die Kommission Observatorium Wendelstein wurde gegründet und erhob bis 1974 Wetter- und andere Messdaten vom Wendelstein.

Büste von Johann Gottlieb Fichte
Büste von Johann Gottlieb Fichte

1957

Gründung der Kommission für die Herausgabe des Fichte-Nachlasses.

1957

Einrichtung der Kommission zur vergleichenden Archäologie römischer Alpen- und Donauländer (vor 1998: Kommission zur archäologischen Erforschung des spätrömischen Raetien).

1957

Gründung der Kommission für die Herausgabe eines Index zu den Novellen Justinians, die bis 1992 Bestand hatte.

1959

Der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus Prof. Dr. Theodor Maunz verlieh der Akademie an ihrem 200. Geburtstag den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Neues Domizil der Akademie am (ehemaligen) Marstallplatz
Neues Domizil der Akademie am (ehemaligen) Marstallplatz

1959

Zum 200. Geburtstag bezog die Akademie im von Leo von Klenze erbauten Nordostflügel der Münchner Residenz ein neues Domizil. Sie verfügt hier über 135 Büro- und Arbeitsräume, eine Bibliothek, zwei Klassensitzungssäle sowie einen repräsentativen Vortragssaal für 420 Personen. 

Grundsteinlegung des Kronprinz Rupprecht Brunnens, 1959.
Grundsteinlegung des Kronprinz Rupprecht Brunnens, 1959.

1959

Die Mitglieder der Akademie trugen erstmals die heute noch im Gebrauch stehenden Talare.

1960

Gründung der Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters zur überlieferungsgeschichtlichen Erschließung mittelalterlicher Literatur.

1960

Gründung der Kommission für Transuranforschung, die bis 1975 Atome wie Plutonium und Uran erforscht. 

1961

Gründung der Kommission für Semitische Philologie, die an dem von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft herausgegebenen Wörterbuchs des Klassischen Arabisch mitarbeitete. 

1961

Gründung der Kommission für Patristik, die bis 1972 an der Akademie forschte.

Sentenzenkommentar des englischen Dominikanertheologen Richard Fishacre.
Sentenzenkommentar des englischen Dominikanertheologen Richard Fishacre.

1962

Gründung der Kommission für die Herausgabe ungedruckter Texte aus der mittelalterlichen Geisteswelt, die kritische Editionen wichtiger lateinischer theologischer und philosophischer Texte des 12. bis 15. Jahrhunderts erstellte. Der Schwerpunkt im Programm lag in der Erschließung handschriftlicher Quellen auf den Gebieten der mittelalterlichen Philosophie und Theologie. 

Pegelstation am Vernagtferner Gletscher
Pegelstation am Vernagtferner Gletscher

1962

Die Kommission für Glaziologie wurde gebildet. Sie wirkt bei glaziologischen Forschungsarbeiten in den Alpen mit und beteiligt sich an Expeditionen. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Vernagtferner in den Ötztaler Alpen. Dort betreibt die Kommission die Pegelstation Vernagtbach in 2.640 m Höhe als höchstgelegene Abflussstation der Ostalpen.

Max-Weber-Gesamtausgabe
Max-Weber-Gesamtausgabe

1962

Gründung der Kommission für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, die die Edition der Max-Weber-Gesamtausgabe betreibt.  

1962

Gründung der Kommission für elektronisches Rechnen (heute Kommission für Informatik) durch die Akademiemitglieder Hans Piloty und Robert Sauer. Sie errichteten mit Unterstützung des Freistaats Bayern ein gemeinsames Rechenzentrum für Forschung und Lehre für alle Münchner Hochschulen, das heutige Leibniz-Rechenzentrum, mit Sitz in der Richard-Wagner Straße 18.

1963

Gründung der Kommission für spätantike Geistesgeschichte.

Arnold Sommerfeld (1868-1951)
Arnold Sommerfeld (1868-1951)

1965

Die Kommission zur Herausgabe der Schriften von Arnold Sommerfeld edierte bis 1968 dessen Schriften.

Gebäude des WMI in Garching
Gebäude des WMI in Garching

1967

Das WMI zog in den Neubau nach Garching.

1968

Einrichtung der Kommission für die Herausgabe einer zweiten Serie der Acta conciliorum oecumenicorum. Sie führte die von dem Philologen Eduard Schwartz (1858-1940) begonnene Edition der Akten der Ökumenischen Konzilien fort. 

Gebäude des LRZ in der Barer Straße 21
Gebäude des LRZ in der Barer Straße 21

1970

Das LRZ zog in den Neubau in der Barer Straße 21 und übernahm die Ausbildungsaufgaben für die Informatik der TU München. 

1974

Der Dalai Lama war zu Gast in der Akademie. Sein Besuch galt vor allem der Kommission für zentralasiatische Studien, die sich mit der Erstellung eines Wörterbuches der tibetischen Schriftsprache befasste.

1975

Die Kommission für Geomorphologie wurde gegründet. Forschungsschwerpunkte waren: die Mechanismen bei der aktiven Rumpfflächenbildung in den feuchten Tropen, Bildung von Gebirgs-Fußflächen und Breitterrassen sowie geomorphologische Eiszeitforschung. 

1975

Die erste Nachkriegstagung der „Union Académique Internationale“ in Deutschland fand in der Akademie statt.

Friedrich Wilhelm von Schelling
Friedrich Wilhelm von Schelling

1976

Einrichtung der Kommission zur Herausgabe der Schriften von Schelling, welche die Edition des ehemaligen Akademiepräsidenten (1827-1842) Friedrich Wilhelm von Schelling betrieb.

1976

Erste „Werner-Heisenberg-Vorlesung", eine Vortragsreihe, die bis heute sehr erfolgreich in Kooperation mit der Carl Friedrich von Siemens Stiftung durchgeführt wird. 

1979

Mit dem von Bund und Ländern finanzierten Akademienprogramm wurde die Finanzierung der Langzeitprojekte der Akademie auf eine neue Grundlage gestellt. 

Blick in das Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts mit drei Viel-Stempel/Multi Anvil-Pressen.
Blick in das Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts mit drei Viel-Stempel/Multi Anvil-Pressen.

1979

Einrichtung der Kommission für Geowissenschaftliche Hochdruckforschung, die die wissenschaftliche Begleitung des „Bayerischen Forschungsinstituts für Experimentelle Geophysik und Geochemie“ der Universität Bayreuth übernahm. Im Mittelpunkt der Forschungen stand die Frage nach den Beziehungen zwischen der Stabilität, dem Chemismus, der Struktur und den physikalischen Eigenschaften von Mineralen mit dem Ziel, ein besseres Verständnis gesteinsbildender Vorgänge zu erreichen. 

1979

Im Oktober besuchte der Dalai Lama zum zweiten Mal die Akademie. 

Pompeji
Pompeji

1984

Einrichtung der Kommission zur Erforschung des antiken Städtewesens, die ihren Forschungsschwerpunkt auf der Archäologie der Stadtkultur im griechisch-römischen Altertum hatte. 

1984

8. Dezember: Festakt mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Ministerpräsident Franz Josef Strauß zum 225-jährigen Jubiläum der BAdW.

Adalbert Stifter (1805-1868)
Adalbert Stifter (1805-1868)

1986

Gründung der Kommission für Neuere deutsche Literatur.

Cover der Rundgespräche der Kommission für Ökologie
Cover der Rundgespräche der Kommission für Ökologie

1986

Auf Wunsch des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen wurde die Kommission für Ökologie gegründet. Sie hat das Ziel, aktuelle oder voraussichtlich künftig aktuell werdende Fragen ökologischer Art aufzugreifen und im Fachkreis zu diskutieren.

Friedrich Heinrich Ritter von Jacobi (1748-1819)
Friedrich Heinrich Ritter von Jacobi (1748-1819)

1987

Gründung der Kommission für die Herausgabe des Briefwechsels von F.H. Jacobi.

1990

Einrichtung der Kommission für die Herausgabe der Urkunden Kaiser Friedrichs II. 

1990

Der japanische Kaiser Akihito besuchte anlässlich der Erinnerung an das Akademiemitglied Philipp Franz von Siebold (1796-1866) die Akademie. Siebold war als Arzt in holländischen Diensten nach Ostasien gereist und hatte in einem Brief Japan als Wunderland gepriesen. 

1995

Erstmals in der Geschichte der Akademie wurden mit der Professorin für Indogermanistik und Indoiranistik Johanna Narten und der Professorin für Genetik, Regine Kahmann, zwei Frauen als ordentliche Mitglieder aufgenommen. 

1996

Gründung der Kommission für die Herausgabe eines alt-okzitanischen Wörterbuches.

1996

Einrichtung der Kommission für kultur-anthropologische Studien.

1999

Erster Tag der offenen Tür in der Akademie.

21. Jahrhundert

Roboterhand mit sensomotorischer Steuerung
Roboterhand mit sensomotorischer Steuerung

2001

Gründung der Kommission für „Neurowissenschaften: Sensomotorik bei Mensch und Maschine“, die die sensomotorische Steuerung biologischer und technischer Systeme erforscht. 

Alpenforschung in der Praxis
Alpenforschung in der Praxis

2001

Gründung der Kommission für Gebirgsforschung, die den Zweck hatte, die alpenweite und fachübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Alpenforschung und den Transfer von Forschungsergebnissen in Praxis und Öffentlichkeit zu fördern.

2002

50-jähriges Jubiläum der Deutschen Geodätischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

2003

Gründung des BAdW Forums Technologie, einem ständigen Ausschuss für Ingenieur- und Angewandte Naturwissenschaften. Der Ausschuss veranstaltet in der Akademie öffentliche Informations- und Diskussionsforen über Themen von gleichermaßen wissenschaftlichem wie allgemeinem Interesse.

Ernst Troeltsch (1865-1923)
Ernst Troeltsch (1865-1923)

2004

Die Kommission für Theologiegeschichtsforschung wurde gegründet, sie widmete sich vor allem der Kritischen Gesamtausgabe der Werke von Ernst Troeltsch.

Herkulesteppich im Plenarsaal
Herkulesteppich im Plenarsaal

2004

Nach einjährigen konservatorischen Maßnahmen kehrte der Herkulesteppich in den Plenarsaal zurück und ist damit der einzige Teppich aus der im 16. Jahrhundert gefertigten, zehn Exemplare umfassenden Herkulesfolge, der noch im Original zu sehen ist. Der Teppich zeigt Herkules und seinen Neffen Jolaus, die mit der vielköpfigen Hydra von Lärna kämpfen. Mit dem Sieg über das Untier bewältigte der antike Held die zweite der ihm gestellten zwölf Aufgaben, die ihm die Unsterblichkeit bringen sollten. Der Teppich stammt aus dem Antwerpener Atelier von Michiel de Bos und wurde vermutlich 1567 fertiggestellt.

Johannes von Damaskus (ca. 700–ca. 750)
Johannes von Damaskus (ca. 700–ca. 750)

2006

Gründung der Kommission für die Herausgabe der Werke des Johannes von Damaskus, die sich der kritischen Edition der griechischen Prosa-Schriften des byzantinischen Theologen Johannes von Damaskus (ca. 700 – ca. 750) widmet. Koordiniert werden die Arbeiten von der Patristischen Kommission der Deutschen Akademien der Wissenschaften, deren Ziel es ist, kritische Editionen von christlichen Schriftstellern aus der Zeit der alten Kirche zu erarbeiten.

Neubau des LRZ in Garching
Neubau des LRZ in Garching

2006

Umzug des LRZ in den Neubau nach Garching, da das Gebäude in der Barer Straße zu klein geworden war, mittelfristig keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr bot und außerdem bei Sanierungsarbeiten Asbest festgestellt wurde.

Bernaert van Orley (um 1488-1541): Dr. med. Jors van Zelle, 1519
Bernaert van Orley (um 1488-1541): Dr. med. Jors van Zelle, 1519

2008

Gründung der Kommission für Wissenschaftsgeschichte, die als erstes Forschungsvorhaben die zahlreichen Briefe frühneuzeitlicher Ärzte aus dem deutschsprachigen Raum erschloss, die in vielen deutschen und ausländischen Bibliotheken und Archiven überliefert sind.

Präsident Willoweit bei seiner Rede zum 250-jährigen Jubiläum der Akademie
Präsident Willoweit bei seiner Rede zum 250-jährigen Jubiläum der Akademie

2009

Im Jahr 2009 beging die Akademie feierlich ihr 250-jähriges Bestehen mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungsformaten, Publikationen, Ausstellungen und Festakten.

Einige Teilnehmer des Jungen Kollegs
Einige Teilnehmer des Jungen Kollegs

2010

Errichtung des Jungen Kollegs zur Förderung des hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses in Bayern.

2011

Abschluss des Editionsprojekts „Briefwechsel zwischen König Ludwig I. von Bayern und Leo von Klenze“, an dem seit 1998 gearbeitet wurde.

Claudius Ptolemaeus
Claudius Ptolemaeus

2012

Start des Langzeitprojekts „Ptolemaeus-Handschriften“, das in seiner 25-jährigen Laufzeit die Hauptwerke des Claudius Ptolemaeus in arabischer und lateinischer Übersetzung ediert.

Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung
Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung

2012

Am 25. Oktober wurde das „Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung“ am LRZ eröffnet. Es ermöglicht das Erstellen dreidimensionaler Modelle architektonischer Entwürfe oder das optische Erfassen der Bewegung des Erdinnern, die nur virtuell existieren.

2012

Start des Projekts „Die buddhistischen Handschriften aus Gandhara“, das bis 2032 eine Edition der ältesten Handschriften des indischen Buddhismus erstellen wird.

2013

Vertragsunterzeichnung zur Erweiterung des Höchstleistungsrechners SuperMUC am LRZ.
Zu den vorhandenen 155.656 Prozessorkernen kamen mit der Erweiterung Ende 2014/Anfang 2015 weitere 74.304 Prozessorkerne der dann neuesten verfügbaren Intel Xeon-Technologie hinzu. Der Hauptspeicher wurde von 340 um 198 auf dann 538 Terabyte erweitert und zu den bisherigen 12 Petabyte Hintergrundspeicher kamen weitere 9 Petabyte hinzu. Die Spitzenrechenleistung verdoppelte sich und betrug dann 6,4 Petaflops.

2014

Gründung des Kompetenzverbundes „Historische Wissenschaften München“. Die in München ansässigen historischen Forschungseinrichtungen vereinbarten eine multilaterale Kooperation und stärkten so die Geschichtswissenschaft in München.

2014

Der Akademientag fand unter dem Titel „Wasser – Lebensgrundlage und Konfliktstoff“ zum ersten Mal in München statt. Mehr als tausend Gäste, darunter rund 350 Schülerinnen und Schüler sowie Gewinner des „Akademiepreises Wasserforschung“ im Rahmen des Bundes- und Landeswettbewerbs von „Jugend forscht“, kamen zum Akademientag in die Münchner Residenz. Bundesministerin Johanna Wanka und Staastminister Ludwig Spaenle besuchten die Bayerische Akademie der Wissenschaften anlässlich des Akademientages.

Schloss Lustheim (Schleißheim): Diana und Opis fangen den armenischen Tiger (Foto: Ute Engel).
Schloss Lustheim (Schleißheim): Diana und Opis fangen den armenischen Tiger (Foto: Ute Engel).

2014

Das neue Akademieprojekt "Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland" wurde im Rahmen des Akademienprogramms bewilligt. Die Deckenmalerei war ein entscheidendes Element der frühneuzeitlichen Kunst in Europa, besonders bekannt sind die Leistungen der Maler des Barock. Erstmals wird mit dem Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland der Bestand flächendeckend in Deutschland digital dokumentiert, erforscht und über das Internet allgemein zugänglich gemacht. Das Projekt startete am 1. Juli 2015, wird von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betreut und ist am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte der Philipps-Universität Marburg angesiedelt. Projektleiter ist Stephan Hoppe, Professor für Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Bayerische Kunstgeschichte (LMU München).

2015

Inbetriebnahme der Phase 2 des SuperMUC am LRZ. Zu den vorhandenen 155.000 Rechenkernen kamen weitere 86.016 Rechenkerne in 6.144 Prozessoren, basierend auf der neuesten Intel-Technologie mit Intel Xeon E5-2697 v3, hinzu. Die bisherige theoretische maximale Rechenleistung von 3,2 Petaflops wurde dadurch um weitere 3,6 Petaflops erhöht. Das Kommunikationsnetz von Phase 2 basierte auf Mellanox FDR14- und ConnectIB-InfiniBand-Technologie. Der bisherige Hauptspeicher von 288 Terabyte wurde um weitere knapp 200 Terabyte erweitert.

2015

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften führte 2015 eine der nachhaltigsten Neuorganisationen seit ihrer Gründung durch, die Struktur und Arbeitsformen gleichermaßen reformierte. Die neue Satzung stärkte die Bedeutung der Grundlagenforschung und etablierte flexible Arbeits- und Diskussionsformate zu aktuellen Fragen und zur weiteren Nachwuchsförderung.

2015

Die Bayerische Akademie der Wissen­schaften und acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – schlossen eine Ko­operations­ver­ein­barung ab. „Ziel ist eine lebendige Kooperation, bei der die beiden Einrichtungen auch in der Pflege des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammen­arbeiten und ihre Aktivitäten noch stärker vernetzen“, so Präsident Karl-Heinz Hoffmann.

2015

Am 1. Dezember 2015 nahm mit dem "Munich Center for Internet Research" (MCIR) ein neues Forschungszentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seine Arbeit auf, das den mit dem Internet und der Digitalisierung verbundenen gesellschaftlichen Wandel wissenschaftlich untersucht.

2016

Zu Beginn des Jahres 2016 nahm das interakademische Projekt „Der Österreichische Bibelübersetzer“ mit Arbeitsstellen an der Universität Augsburg und an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften seine Arbeit auf. Die Forschungsgruppen edieren und kommentieren die Werke eines österreichischen Anonymus, der bereits im 14. Jahrhundert die Bibel für die Laien in die Volkssprache übersetzt hat. 

2016

Durchbruch für personalisierte Medizin dank SuperMUC: Einem europäischen Forscherteam unter Leitung von Professor Peter Coveney gelang 2016 ein großartiger Erfolg auf dem Gebiet der personalisierten Medizin: Die Forschergruppe konnte zeigen, dass es möglich ist, anhand von Genom-Daten von Patientinnen mithilfe des Supercomputers zu erkennen, welche Standardmedikamente gegen Brustkrebs bei diesen Patientinnen nicht helfen können. Dem Team stand der gesamte Höchstleistungsrechner SuperMUC am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit allen seinen Ressourcen im Rahmen eines „Extreme Scaling Workshops“ zur alleinigen Nutzung zur Verfügung.

2016

30 Jahre KdiH: Der „Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters (KdiH) feierte 2016 Jubiläum: Vor 30 Jahren nahm das Projekt an der Akademie seine interdisziplinäre Forschung auf. Aus diesem Anlass fand vom 7. Bis 9. September ein wissenschaftliches Kolloquium statt. Der KdiH beschreibt, dokumentiert und analysiert die illustrierten Handschriften, er ist ein Arbeitsinstrument für Mediävistinnen und Mediävisten aller Fachrichtungen.

2016

„dhmuc“-Netzwerk stärkt die Digitalen Geisteswissenschaften am Wissenschaftsstandort München: Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Bayerische Staatsbibliothek, die Ludwig-Maximilians-Universität München und das Deutsche Museum haben einen Kooperationsvertrag über die Bildung eines Netzwerks für Digitale Geisteswissenschaften in München geschlossen. Unter dem Namen „dhmuc. Digital Humanities München“ institutionalisiert das Netzwerk die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre im gleichnamigen Arbeitskreis. Ziel des Netzwerkes ist es, die Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften am Standort München zu stärken und weiterzuentwickeln.

2016

Amtsübergabe: Im Oktober 2016 wählte das Plenum der Gelehrtengemeinschaft mit überwältigender Mehrheit Thomas O. Höllmann zum neuen Akademiepräsidenten. Der Sinologe tritt sein Amt am 1. Januar 2017 an. Er folgt auf den Mathematiker Karl-Heinz Hoffmann, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr als Präsident kandidierte. 

2016

Mit einem zweitägigen internationalen Symposium beging das Projekt Lexicon musicum Latinum medii aevi (LmL) den erfolgreichen Abschluss seiner Forschungsarbeit. Seit 1960 erarbeiteten Wissenschaftler an der Akademie das Wörterbuch der mittelalterlichen Musikterminologie. Nach 56 Jahren liegt das Werk nun in gedruckter und digitaler Form vor: Insgesamt umfasst es 3.733 Wortartikel, 26 Begleitpublikationen und ein Online-Wörterbuch.