Logo der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  1. Forschungs­einrichtung
  2. Forschungsvorhaben

Forschungsvorhaben und Einrichtungen

Volltextsuche
Fachdisziplin
Epoche
Reihenfolge
Art des Vorhabens
Geldgeber
Projektstatus
  • Faktizität der Welt (Ad-hoc-Arbeitsgruppe)

    Die im Jahre 2017 eingerichtete Ad-hoc-Gruppe „Faktizität der Welt“ greift die gegenwärtige Diskussion über „post-truth politics“ auf. Das oftmals bewusste Leugnen der Realität im politischen Diskurs fordert die Wissenschaft genauso heraus wie der auch nur fahrlässige Umgang mit Wahrheiten. Denn es gehört gerade zu den Aufgaben der Wissenschaft, die Öffentlichkeit über Tatsachen und Zusammenhänge aufzuklären, auf deren Grundlage erst demokratische Entscheidungen zum Wohle der Gesellschaft getroffen werden können. Aber wie kommt überhaupt die Wissenschaft zur Feststellung von Fakten? Welche Autoritäten und Prozesse entscheiden darüber? Und in welchem Verhältnis steht das einmal als „wahr“ Erkannte zur Aufgabe der Wissenschaft, durch das Infragestellen bisheriger Annahmen zum Fortschritt beizutragen? Vor diesem Hintergrund soll die Arbeitsgruppe die Methoden einer kritischen, auf beständige Revision aller Wissensstände bedachten, wahrheitsorientierten Forschung transparent machen und deren Bedeutung für gesellschaftliche Gestaltungs- und Transformationsprozesse durchleuchten. Hierzu sollen der interdisziplinäre Austausch über Verfahren und Methodologie der Erkenntnisgewinnung sowie die öffentliche Selbstreflexion der Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften intensiviert werden. Darüber hinaus sollen Prozesse der Wissenschaftskritik in den Medien, auch in den „social media“, untersucht werden. Die Arbeitsgruppe will sich damit in die öffentliche Debatte über die Bedeutung wissenschaftlichen Wissens, seine Beglaubigung und seine gesellschaftliche Bindekraft einbringen.

  • Islam in Bayern (Ad-hoc-Arbeitsgruppe)

    Die im November 2015 begonnene Studie zu Lebenswelten von Muslimen in Bayern legt einen Fokus auf Religion. Sie ist aber unter Berücksichtigung multipler Identitäten und migrationsbedingter Gegenstände bzw. Probleme wie Sprachkompetenz, Bildung, ethnische Besonderheiten und Konflikte, Kommunikationskulturen, allgemeine gesellschaftliche Debatte mit Rückwirkungen auf muslimische Gemeinschaften etc. breit angelegt. Als erste derartige Studie in einem deutschen Flächenland gewinnt sie erhebliche wissenschaftliche wie politische Bedeutung.