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Gelehrtengemeinschaft

Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern stellt die Akademie ein Netzwerk für den interdisziplinären Austausch zur Verfügung. Wie kaum eine andere Institution ermöglicht sie als Gelehrtengemeinschaft Begegnungen, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit von Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Fächer und Forschungsgebiete.

Die Mitglieder der Gelehrtengemeinschaft gehören vier Sektionen an:

  • Sektion I  – Geistes- und Kulturwissenschaften, 
  • Sektion II – Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften,
  • Sektion III – Naturwissenschaften, Mathematik, Technikwissenschaften,
  • Sektion IV – Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin.

Die Zahl der Mitglieder ist auf 30 ordentliche und 30 korrespondierende Mitglieder je Sektion begrenzt.

Mitgliedschaft

Laut Satzung müssen die Mit­glieder der Akademie durch ihre For­schungen zu einer "wesent­lichen Er­wei­terung des Wissens­­bestandes" ihres Faches bei­getragen haben. Die Akademie besitzt das Selbst­ergänzungs­recht, das heißt Mitglied kann nur werden, wer auf Vorschlag von Akademiemitgliedern ohne äußeres Zutun und ausschließlich nach seinem wissenschaftlichen Ansehen gewählt wird. Eine Selbstbewerbung ist nicht möglich. Die Akademie unterscheidet in ordentliche und korrespondierende Mitglieder: Ordentliche Mitglieder haben ihren Wohnsitz oder Dienstort innerhalb des Freistaats Bayern. Sie allein sind stimmberechtigt sowie zur regelmäßigen Teilnahme an den Arbeiten und Sitzungen in der Akademie verpflichtet.

Derzeit hat die Akademie 197 ordentliche und 128 korrespondierende Mitglieder sowie zwei Ehrenmitglieder, Herzog Franz von Bayern und Prof. Dr. Ing. habil. Ulrich L. Rohde.

Zu einer Übersicht über alle Mitglieder der Gelehrtengemeinschaft.

Universaler Anspruch

Der Umfang der in der Akademie vertretenen Fächer ist universal und hat im Laufe der Zeit die Entwicklungen des gesamten Spektrums der Wissenschaften mit vollzogen. Die Akademiereform von 2015 hob die Unterteilung in zwei Klassen, die noch auf die Gründerzeit zurückging, auf. Nun bilden die Mitglieder vier Sektionen: Sektion I vertritt die Geistes- und Kulturwissenschaften, Sektion II  die Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Sektion III bündelt Naturwissenschaften, Mathematik, Technikwissenschaften, Sektion IV die Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin. 

Große Namen

Zahlreiche berühmte Forscher und Gelehrte, darunter eine Reihe von Nobelpreisträgern, sind und waren Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, unter ihnen die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, Theodor Mommsen, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Justus von Liebig, Therese von Bayern, Max von Pettenkofer, Richard Willstätter, Max Planck, Feodor Lynen, Albert Einstein, Max Weber, Werner Heisenberg, Theodor Hänsch und Gerhard Ertl. 

Generationen im Dialog

Seit 2010 fördert die BAdW den herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern mit ihrem Jungen Kolleg. Die Kollegiatinnen und Kollegiaten sind seit der Satzungsreform 2015 „außerordentliche Mitglieder“ der Akademie, sie nehmen an Sektionssitzungen teil und präsentieren dort ihre Forschungsprojekte. Dadurch fördert die Akademie den Austausch zwischen dem Spitzennachwuchs und arrivierten Gelehrten.

Regelmäßige Sitzungen

In den regelmäßigen Sektions- und Gesamtsitzungen diskutieren die Mitglieder eigene oder fremde Forschungsergebnisse und legen Manuskripte zur Publikation in den beiden Schriftenreihen vor. Sie beraten außerdem über laufende bzw. neue Forschungsvorhaben und bilden hierfür Projektbeiräte.